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UNSER DORF DOGERN

„Dogern - ein Dorf zum Wohlfühlen" - mit diesem Slogan macht das Dorf Dogern seit einiger Zeit werbend auf sich aufmerksam. In der Tat: Es dürfte wohl kaum einen Bewohner geben, der mit dieser Aussage nicht einverstanden ist. Nicht von ungefähr wird der Ortsname gerne als „do gern" gedeutet.

Statistisches

Dogern ist mit 745 Hektar Gesamtfläche die kleinste Gemeinde im Kreis Waldshut. Die Bevölkerungszahl beläuft sich auf 2 330; 7% davon sind ausländischer Nationalität. 15,6% der Bürger sind älter als 65 Jahre. Ein Vergleich verdeutlicht die enorme Entwicklung der Gemeinde während der letzten 50 Jahre: Im Jahre 1950 zählte sie knapp 1 000 Einwohner, 1965 wurde die Marke von 1 500 erstmals überschritten und am 31. Dez. 2009 waren 2.298 gemeldet.

Dogern weist eine breitgefächerte Infrastruktur auf. Der in katholischer Trägerschaft sich befindliche Kindergarten und die Grundschule werden von jeweils rund 150 Kindern besucht. Im Dorf gibt es sowohl eine katholische als auch eine evangelische Kirche. Für sportliche, kulturelle und andere Veranstaltungen steht eine Gemeindehalle für rund 500 Besucher zur Verfügung. Freunde des Freiluftsports kommen auf zwei Sportplätzen mit leichtathletischen Anlagen, auf acht Tennisplätzen und auf dem Gelände eines Reiterhofs auf ihre Kosten. Für Kinder und Jugendliche wurde vor einigen Jahren auch ein Basketballfeld gebaut. Stolz ist man in Dogern auf das Vorhandensein von nicht weniger als vier Kinderspielplätzen. Die ortsnahe Versorgung mit den Dingen des täglichen Lebens stellen ein großer Markt, ein Discounter, zwei Metzgereien und zwei Bäckereien sicher. Eine Arzt- und eine Zahnarztpraxis sind ebenso vorhanden wie eine Apotheke. Die Volksbank Rhein-Wehra und die Sparkasse Hochrhein runden das Dienstleistungsangebot ab.

Blick in die Geschichte

Erstmals in einer Urkunde erwähnt wird der Ortsname "Dogern" in einer Urkunde aus dem Jahre 1253. Verfasst wurde diese anlässlich eines Gerichtsaktes in Laufenburg, als Graf Gottfried von Habsburg seinen Hof in Rinnikon und die Au bei Dietikon dem Zisterzienserkloster in Wettingen vermachte. Unter den anwesenden Zeugen wird ein "Henricus de Toggeren" genannt. In Wirklichkeit dürfte das Dorf jedoch viel älter sein. Mehrere frühgeschichtliche und bronzezeitliche Funde lassen diesen Schluss zu. Ursprünglich befand sich das Dorf zum größten Teil am Rhein. Seine Bewohner lebten vom Ackerbau und vom Fischfang. Häufige Überschwemmungen des damals noch ungebändigten Flusses waren der Grund dafür, dass man diesen Standort nach und nach aufgab und in respektvollem Abstand nach Norden verlegte.

Im Jahre 1284 kam Dogern in den Besitz der l Johanniterkommende in Klingnau. Deren Rechte l bestanden jedoch nur für kurze Zeit, denn bereits 1335 gingen sie an das Kloster Königsfelden über. \ Während der Reformation erfolgte ein erneuter \ Wechsel. Das Kloster wurde aufgelöst und dessen Besitzungen und Rechte kamen zur Stadt Bern. Diese i wiederum veräußerte das Dorf Dogern im Jahre 1684 ' an das Kloster St. Blasien. 1806 schließlich wurde Dogern dem Großherzogtum Baden unterstellt. Im Bereich des Hochrheins und des angrenzenden Hotzenwaldes nahm Dogern über Jahrhunderte hinweg eine bedeutende Rolle ein. Schon früh bildete sich hier eine gewisse Selbstverwaltung heraus, die ihren Ursprung in den Freibauern hatten. Im 14. Jahrhundert schloss man sich zu den acht „Hauensteinischen Einungen" zusammen. Neben Görwihl auf dem Hotzenwald war Dogern einer der Hauptorte. Hier kamen im „Greifen" und später im „Hirschen" die Einungsmeister zusammen, um unter der Regie des „Redmanns" die anstehenden Geschäfte zu erledigen. In Dogern wurde auch die „Landeslade" aufbewahrt, die die Privilegienbriefe und die Dokumente der hauensteinischen Einungsverfassung enthielt.

Einer der bedeutendsten Redmänner war der Hirschenwirt Konrad Ebner, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lebte. Für seine Bemühungen um die Wiederherstellung des durch die „Salpeterunruhen" arg in Mitleidenschaft gezogenen inneren Friedens erfuhr er durch die Kaiserin Maria Theresia eine hohe Ehrung. Deren Sohn Josef II soll anlässlich einer Durchreise sogar im „Hirschen" genächtigt haben.

Vom Bauerndorf zum modernen Wohn- und Gewerbestandort

Ursprünglich war Dogern fast ausschließlich ein landwirtschaftlich strukturiertes Dorf. Der Fischfang im Rhein und der Weinbau boten über viele Jahrhunderte hinweg einen Zusatzerwerb, und auch einige Handwerksbetriebe waren vorhanden. Eine Änderung bahnte sich in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts an, als das Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern gebaut wurde. Das Steueraufkommen dieses Unternehmens bedeutete für die Gemeinde ein erster Schritt, aus den eher bescheidenen Verhältnissen herauszukommen. Bezeichnend hierfür ist die Errichtung eines neuen Schulgebäudes im Jahre 1935. Dieses 100000 Reichsmark teure Projekt hätte nicht verwirklicht werden können, hätte nicht das Kraftwerk ein Darlehen in Höhe von 80 000 Reichsmark zur Verfügung gestellt. In den Fünfzigerjahren ließen die Gemeindeväter sogar ein Schwimmbad errichten. Baulicher Unzulänglichkeiten wegen musste dieses jedoch schon bald wieder aufgegeben werden. Der erste Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg war Karl Agster. Sah er sich zur Hauptsache noch mit der Notwendigkeit konfrontiert, der Nöte und Mängel Herr zu werden, so konnte sich sein Nachfolger Leo Tröndle nach der Stabilisierung der Verhältnisse einer zielgerichteten Zukunftsplanung widmen. Mit der Ausweisung eines Gewerbegebietes im Westen der Gemarkung erschloss man neue Einnahmequellen. Bedeutende Unternehmen ließen sich dort nieder. Stellvertretend für alle sei der Büromöbel-Hersteiler „Sedus-Stoll" genannt, der schrittweise seine gesamte Produktion von Waldshut nach Dogern verlagerte und dabei rund 600 Arbeitsplätze im Dorf schuf.

Die nunmehr bedeutend verbesserten finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde schlugen sich in der Erschließung neuer Baugebiete („Rüttebuck", „Hattel", „Im Grün", „Letten", „Unter- und Obere Hatteläcker“), im Bau eines neuen Tiefbrunnens für die Wasserver-, einer mechanisch-biologischen Kläranlage für die Abwasserentsorgung, in der Schulhauserweiterung und nicht zuletzt in der Errichtung der Gemeindehalle nieder. Letztere brachte für viele Vereine des Dorfes eine enorme Entwicklungsmöglichkeit und das kulturelle und sportliche Leben in der Gemeinde erfuhr einen erfreulichen Aufschwung.

Der im Jahre 1977 zum Bürgermeister gewählte Karl-Heinz Wehrle, mit 31 Jahren damals der jüngste Rathauschef im Kreis, setzte den von seinem Vorgänger eingeschlagenen Weg mit neuen Ideen konsequent fort. Unter seiner Regie erfolgte die endgültige Hinwendung des Dorfes zum modernen, attraktiven Wohn- und Gewerbestandort. Die entscheidende Weichenstellung erfolgte, als er, Gemeinderat und Verwaltung die Chance erkannte, die das vom Land aufgelegte Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums bot. Sofort griff man zu, und ein auf Dogern zugeschnittenes Konzept wurde entwickelt. Die Verwirklichung erfolgte in mehreren Stufen. Das Ergebnis fand und findet weit über die Dorfgrenzen hinaus Beachtung: Dogern avancierte zum Vorzeigeobjekt in Sachen Dorfsanierung und Dorfentwicklung. Rund 8 Millionen Mark wurden für gemeindliche und private Projekte investiert; rund 3 Millionen Mark flössen aus dem Dorfentwicklungstopf in die Gemeinde zurück. Mit der Gold- auf der Landes- und der Silbermedaille auf der Bundesebene im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorfsoll schöner werden" fand das Gestaltete eine verdiente Anerkennung.

Lang ist die Liste der Maßnahmen, die ebenfalls realisiert wurden. Stellvertretend seien die Flurbereinigung, der Bau der Umgehungsstraße, die Friedhofserweiterung, die Errichtung neuer Sportstätten, die Ausweisung mehrerer Neubaugebiete, die Schaffung des Gewerbegebietes „Schnöt" und die Umsetzung eines Konzepts zur Verkehrsberuhigung genannt. Im wahrsten Sinne des Wortes „vergraben" wurde eine beträchtliche Summe zur Sicherstellung der Wasserver- und der Abwasserentsorgung. Der Tatsache, dass ältere Menschen oft isoliert sind, trug man, in Kooperation mit der Baugenossenschaft „Familienheim", mit dem Bau eines Wohnheims für altenbetreutes Wohnen Rechnung. Die wichtigste Investition der letzten Jahre war der Umbau der Gemeindehalle mit Halle, Bürger- und Sitzungssaal mit einem Kostenvolumen von rund 2,5 Millionen Euro. Rechtzeitig zum Dorfjubiläum im Jahre 2003 ("Dogern feiert 750 Jahre") konnte die Maßnahme, nun schon unter Bürgermeister Matthias Guthknecht, abgeschlossen werden.

Dogern bleibt selbständig

Ein bedeutender Meilenstein in der jüngeren Dorfgeschichte stellt das Jahr 1973 dar: Im Zuge der Gemeindereform durfte das Dorf seine Selbständigkeit behalten.

Vorausgegangen waren heftige Diskussionen. Ausgelöst wurden sie durch das „Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleiner Gemeinden", das die Landesregierung im Jahre 1968 verabschiedet hatte. Leistungsfähige Einheiten mit einer Größe von mindestens 5 000 Einwohnern sollten entstehen. Im Falle Dogerns sah das Innenministerium eine Eingemeindung Dogerns nach Waldshut vor, was im Übrigen einem seit langem gehegten Wunsch der Kreisstadt nach einer Gemarkungserweiterung entsprochen hätte.

Der in dieser Sache angehörte „Verband Badischer Gemeinden" indes zeigte als Alternative ein Zusammengehen mit A!bbruck auf. Nach mehreren Bürgerversammlungen fand im April 1971 eine Abstimmung statt, bei der die Frage nach einem Anschluss nach Albbruck gestellt wurde. Das Ergebnis war eindeutig: 591 der 837 abgegebenen Stimmen votierten für die westliche Nachbargemeinde, mit der daraufhin entsprechende Vereinbarungen getroffen wurden.

Diese wiederum lehnte das Innenministerium ab und beharrte auf der Zuordnung Dogerns zum Verwaltungsraum Waldshut. Eine Sinneswandlung erbrachte schließlich eine mündliche Vorsprache von Gemeinderat und Verwaltung in Stuttgart selbst: Dogern durfte selbständig bleiben, wurde lediglich der losen „Verwaltungsgemeinschaft Waldshut-Tiengen, Lauchringen, Weilheim und Dogern" zugeordnet.

Pulsierendes Leben

Dogern verfügt über eine intakte Dorfgemeinschaft. Träger des dörflichen Lebens sind zur Hauptsache die Vereine und Gemeinschaften, deren es im Dorf über 20 gibt. Die breitgefächerte Palette der Aktivitäten erstreckt sich dabei von der sportlichen Betätigung über die Pflege der Kultur bis hin zum sozialen Engagement.

Ein weiterer Beweis für das pulsierende Leben im Dorf stellt die Aufführung von Freilichttheatern dar. Deren vier, „Die Weiber von Dogern", „Der Kaiser kommt", „Der Schmid von Dogern" und "750 Jahre Dogern" wurden bereits aufgeführt. Nicht vergessen werden dürfen die Kontakte, die die Gemeinde, die Vereine und die Bevölkerung zur französischen Partnergemeinde Le Grand Lemps, zum benachbarten Leibstadt und zum sächsischen Pobershau unterhalten.

Des Erwähnens wert ist die stete Bereitschaft der Bürger, sich bei wichtigen Angelegenheiten in die Entscheidungsfindung einbinden zu lassen. Zahlreiche Kommissionen bereiteten Projekte vor und begleiteten deren Realisierung, so etwa bei der Sportstättenplanung, beim Bau des Seniorenwohnheims oder unlängst bei der Erarbeitung von Vorschlägen für eine "seniorenfreundliches Dogern".

Blick in die Zukunft

Eine Reihe von Aufgaben harrt noch der Erledigung. Ein akuter Handlungsbedarf ist bei der Sanierung der Wasserleitungen und Abwasserkanäle gegeben, und ein solcher besteht auch im Hinblick auf die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes. Ein besonderes Augenmerk richten Gemeinderat und Verwaltung auf die Schuldenreduzierung. Bei der Pro-Kopf-Verschuldung den Landesdurchschnitt von rund 500 Euro zu erreichen, ist das erklärte Ziel für die nächsten Jahre. Noch einige Zeit dürfte bis zum Bau der A 98 ins Land gehen.

 
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